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«Es muss sowohl aus betrieblicher Sicht als auch sicherheitstechnisch Sinn machen.»

Risto Wieland

Director IT

Über Swiss Re

Swiss Re wurde 1893 nach dem verheerenden Brand in Glarus durch die Helvetia Versicherungen, die Schweizerische Kreditanstalt und die Basler Handelsbank gegründet. Der Wirkungskreis des Unternehmens war von Anfang an global. Das grosse Erdbeben von San Francisco von 1906 stellte eine frühe Bewährungsprobe dar. Ob Hurrikane, Erdbeben oder Winterstürme — Swiss Re meisterte in seiner Firmengeschichte viele Naturkatastrophen. Aber auch bei von Menschen verursachten Katastrophen und schlimmen Ereignissen, wie zum Beispiel dem Terroranschlag vom 11. September 2001, nahm das Unternehmen seine Verantwortung wahr.

Swiss Re im Internet: www.swissre.com

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Wenn es um die globale Vernetzung des Unternehmens geht, setzt der Schweizer Rückversicherer Swiss Re auf Verfügbarkeit und Sicherheit. Risto Wieland, Director IT, und sein Infrastruktur-Team implementieren deshalb nur Lösungen, die sowohl aus betrieblicher als auch aus sicherheitstechnischer Sicht Sinn machen.

Herr Wieland, bei einer global tätigen Rückversicherung ist IT-Security sicher ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Oder?

→ Risto Wieland: Das ist schon so, die Swiss Re hat diesbezüglich einen sehr hohen Anspruch. Unser Unternehmen steht in der ganzen Welt für Stabilität und Qualität. Also müssen wir auch grossen Wert auf Verfügbarkeit und Sicherheit legen.

IT-Sicherheit ist deshalb bei uns im Unternehmen nicht nur in den Prozessen, sondern auch in der Kultur verankert. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Swiss Re werden sensibilisiert und geschult und das Thema ist auch in unserem Weiterbildungsprogramm fest verankert.

Wie hat sich das Thema aus Ihrer Sicht über die Jahre hinweg verändert?

→ Das Internet hat alles fundamental verändert — sowohl die Art und Weise, wie wir arbeiten, als auch die Art der Bedrohungen für das Unternehmen.

Heute kann es sich kein Unternehmen mehr erlauben, nicht permanent mit dem Internet verbunden zu sein. Unternehmen brauchen die globale Vernetzung über das Internet, wie wir Menschen die Luft zum Atmen. Nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern immer stärker auch, weil businesskritische Applikationen und Daten über das Internet genutzt werden.

«Das Design für den Standort Zürich wurde in zwei Tagen fertiggestellt. So etwas habe ich in meinen 20 Berufsjahren noch nie erlebt. Das gab mir eine extreme Zuversicht, dass wir unser Proxy-Problem schnell und effizient in
den Griff bekommen können.»

Sie haben die Veränderung in der Bedrohung erwähnt. Können Sie etwas konkreter werden?

→ Sicherheit ist nach wie vor ein grosses Thema. Generell kann man davon ausgehen, dass heute gut ein Drittel der Angriffe auf eine Organisation oder ein Unternehmen über den Browser ausgeführt werden.

Die Bedrohung kann aber auch dadurch entstehen, dass die bestehende Netzwerkinfrastruktur nicht auf die starke Internetnutzung ausgerichtet ist. Das hat zur Folge, dass der stark steigende Datenverkehr die Proxy-Infrastruktur verstopft und im schlimmsten Fall die Leistung der businesskritischen Applikationen massiv mindert. Ein weiterer kritischer Punkt ist die User Experience beim Zugriff auf Daten im Internet, sei das auf eine Website oder eine durch den Browser genutzte Applikation. Wenn hier nicht volle Leistung geboten wird, sinkt die Produktivität und die Unzufriedenheit der Mitarbeitenden steigt.

Die Herausforderung besteht also darin, das Internet wieder näher zu den Usern zu bringen, ohne dabei Kompromisse in Bezug auf die Kontrolle und Sicherheit eingehen zu müssen.

In den vergangenen Monaten haben Sie und Ihre Kollegen aus der Operations gemeinsam mit dem Information Security Team diese Probleme adressiert und das Netzwerk der Swiss Re für die Internetnutzung optimiert. Können Sie uns einen Einblick in das Projekt geben?

Mit dem Aufkommen und der Nutzung der sozialen Medien und Multimedia-Kanälen wie YouTube stieg der Datenverkehr auch in unserem Netzwerk massiv an. Unsere User nutzen diese Tools am Arbeitsplatz sowohl privat als auch geschäftlich, das kann man heute ja auch gar nicht mehr so scharf trennen. Die Nutzung wurde aber so intensiv und der Traffic so gross, dass die Performance von businesskritischen Applikationen gestört wurde.

Mit dem Einzug von Video Conferencing und Dokumenten-Sharing sowie der Verlagerung von Applikationen in die Cloud nahm zudem die Unzufriedenheit der User mit den langen Internet-Zugriffszeiten zu. Die User wurden ungeduldig, wenn sie auf Applikationen zugreifen mussten oder im Web surften. Sie verglichen die Performance am Arbeitsplatz mit ihrem privaten Anschluss zuhause. Wer in Sydney eine lokale Wetterseite anschauen und dabei 10 Sekunden warten musste, bis sie erscheint, war natürlich zu Recht verärgert.

«Die Herausforderung besteht also darin, das Internet wieder
näher zu den Usern zu bringen, ohne dabei Kompromisse in
Bezug auf die Kontrolle und Sicherheit eingehen zu müssen.»

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